Vorbereitung der Publikation „The Legacy of Herbert C. Kelman. Frontiers of interactive conflict resolution. Theory and Practice“


Im Rahmen eines Sonderprojekts des Franz-Vranitzky-Chairs soll die wissenschaftliche Vorbereitung, u.a. durch die Digitalisierung hierfür wichtiger Dokumente, der Publikation „The Legacy of Herbert C. Kelman. Frontiers of interactive conflict resolution. Theory and Practice“ unterstützt werden.

Professor Herbert Chanoch Kelman gilt als Pionier und Begründer der Friedens- und Konfliktforschung, als wegweisender Sozialpsychologe und als einer der angesehensten Bürger Wiens. Die Familie Kelman musste vor der Verfolgung der Nationalsozialisten fliehen und gelangte über Antwerpen in die USA . Professor Kelman war der erste, der Palästinenser, darunter die PLO, und jüdische Israelis zusammenbrachte. Bis heute wird sein Name in der gesamten israelischen und palästinensischen Gesellschaft zutiefst respektiert. Professor Kelmans Arbeit mit Israelis und Palästinensern legte den Grundstein für den Osloer Friedensprozess. Die Publikation beruht auf Beiträgen und Berichten einer Reihe von Konferenzen, die sich mit der Transformation unlösbarer Konflikte befassten und unter dem Leitmotiv „Perspektiven und Herausforderungen für die interaktive Problemlösung“. Diese fanden im März 2014, September 2015 sowie im März 2017 statt und wurden von Herbert C. Kelman durchgeführt.

Im Rahmen des Projekts soll ein überarbeitetes und von ExpertInnen begutachtetes Buch über die Innovationen in der interaktiven Konflikttransformation entstehen. Das Buch wird die Bedeutung Professor Kelmans in Theorie und Praxis der Konfliktlösung unterstreichen. In dem Buch, das als Höhepunkt seines Lebenswerkes betrachtet werden kann, sollen viele seiner ehemaligen StudentInnen und KollegInnen vertreten sein.

Projektleitung: Österreichisches Studienzentrum für Frieden und Konfliktlösung (ÖSFK)

Projektleitung für den Verein: Univ.-Prof. DDr. Oliver Rathkolb

Projektzeitraum: 1. November 2021 - 31. Dezember 2022

Gefördert durch die Kulturabteilung der Stadt Wien (MA7), den Nationalfonds der Republik Österreich für Opfer des Nationalsozialismus sowie der Austrian Marshall Plan Foundation